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Software & ERP

Handwerkersoftware-Vergleich 2026: Die richtige Lösung finden

Mann am Laptop im Büro, daneben eine handschriftliche Kriterienliste; an der Wand ein Bild mit den Worten sicher, rechtssicher, verlässlich

Stand: Oktober 2026. Hinweis: WOODPLAN ist selbst Anbieter von Handwerkersoftware. Die Angaben zu anderen Anbietern beruhen auf deren öffentlichen Angaben (Preisseiten, AGB) und können sich ändern. Prüfe sie vor einer Entscheidung direkt beim Anbieter.

Ein Handwerkersoftware-Vergleich beginnt nicht bei der Frage „welches Programm ist das beste?“, sondern bei „was braucht mein Betrieb?“. Denn die richtige Lösung für einen Soloselbstständigen ist eine andere als für einen 30-Mann-Betrieb. Dieser Ratgeber zeigt dir neun Anbieter im Überblick, führt dich in sieben Kriterien zur passenden Wahl und gibt dir eine ehrliche Kostenaufstellung und einen Plan für den Wechsel ohne Betriebsstillstand.

Handwerkersoftware im Vergleich: 9 Anbieter auf einen Blick

Die Tabelle fasst zusammen, was die Anbieter selbst veröffentlichen. Die Details findest du in den jeweiligen Einzelvergleichen.

Anbieter Schwerpunkt Vertragsbindung Preise öffentlich
WOODPLAN Komplettes ERP: Angebot, Auftrag, Zeiten, Lager, E-Rechnung, Finanzen Monatlich kündbar Ja (14,90 / 39,90 / 89,90 € pro Nutzer und Monat)
plancraft Bürosoftware für Angebote und Rechnungen Siehe Einzelvergleich Siehe Einzelvergleich
HERO Software „Betriebssystem fürs Handwerk“ mit KI-Fokus Laut AGB standardmäßig 12 Monate Siehe Einzelvergleich
ToolTime Handwerkersoftware mit App Wirbt selbst mit 12 Monaten Mindestlaufzeit Siehe Einzelvergleich
craftboxx Einsatzplanungs-App Siehe Einzelvergleich Siehe Einzelvergleich
STREIT Software Etablierte Desktop-Lösung für größere Betriebe Siehe Einzelvergleich Keine
Taifun Software Seit über 35 Jahren am Markt Laut AGB 24 Monate Keine
Lexware Office Reine Buchhaltung und Rechnungen Monatlich kündbar Ja
pds Software Mittelstand und Konzerne, Preise pro Arbeitsplatz Siehe Einzelvergleich Keine, Vertrieb über Partner

Einzelvergleiche und Kündigungsanleitungen:

Was ist Handwerkersoftware und was sollte sie können?

Definition: Handwerkersoftware (oft auch Handwerker-ERP) bündelt die kaufmännischen und organisatorischen Aufgaben eines Betriebs in einem System, von der Anfrage bis zur Rechnung.

Eine gute Lösung deckt typischerweise ab:

  • Angebote & Kalkulation
  • Auftrags- und Projektverwaltung
  • Material- und Lagerwirtschaft
  • Zeiterfassung und Personalplanung
  • Rechnungen inkl. E-Rechnung und DATEV-Anbindung
  • mobile App für Werkstatt und Baustelle

Die 7 wichtigsten Auswahlkriterien

Kriterium Worauf du achten solltest
1. Funktionsumfang Deckt die Software deinen kompletten Ablauf ab, oder brauchst du Insellösungen daneben?
2. Bedienbarkeit Finden sich auch weniger technikaffine Mitarbeitende schnell zurecht?
3. Cloud oder lokal Ortsunabhängiger Zugriff oder eigene Server: Was passt zu deiner IT?
4. E-Rechnung & DATEV Erzeugt und empfängt sie XRechnung/ZUGFeRD und übergibt sauber an die Buchhaltung?
5. Mobile Baustellen-App Aufmaß, Zeiten und Fotos direkt vor Ort erfassen, auch offline?
6. Preismodell Transparent pro Nutzer und Monat oder unübersichtliche Modulpakete?
7. Support & Datenübernahme Wie schnell ist der Support, und wie kommen deine Altdaten ins System?

Beste Handwerkersoftware: Welche passt zu welchem Betrieb?

Eine „beste Handwerkersoftware“ für alle gibt es nicht. Entscheidend ist, wie groß dein Betrieb ist und was du täglich brauchst:

  • Soloselbstständig oder bis 3 Mitarbeitende: Schlank, günstig, schnell startklar. Fokus auf Angebot, Rechnung, E-Rechnung. Überladene Systeme bremsen hier.
  • Kleinbetrieb (4 bis 10): Jetzt zahlen sich Projektverwaltung, mobile Zeiterfassung und Materialdisposition aus.
  • Mittelbetrieb (10 bis 50): Mehrbenutzer-Rechte, Einsatzplanung, Controlling und Schnittstellen werden entscheidend.

Hinzu kommt die Gewerk-Perspektive: Ein Tischlerbetrieb braucht starke Aufmaß- und Materialfunktionen, ein Zimmereibetrieb andere Schwerpunkte. Sieh dir dazu unsere Software für Tischler & Schreiner an.

Cloud-ERP oder lokale Installation?

Cloud Lokal
Zugriff Überall, jedes Gerät Nur im Betriebsnetz
Wartung/Updates Anbieter übernimmt Eigene IT nötig
Kosten Laufende Gebühr Höhere Einmalkosten
Baustellen-Einsatz Ideal Eingeschränkt

Für die meisten Handwerksbetriebe ist eine Cloud-Lösung heute der pragmatische Weg, vor allem wenn mobil auf der Baustelle gearbeitet wird.

Was kostet Handwerkersoftware wirklich?

Der Listenpreis ist nur ein Teil. Rechne diese Bausteine ein:

  • Grundgebühr bzw. Preis pro Nutzer und Monat
  • Zusatzmodule (z. B. Finanzen, Lager, Schnittstellen)
  • Einrichtung & Datenübernahme (oft einmalig)
  • Schulung der Mitarbeitenden
  • Vertragslaufzeit: Eine günstige Monatsgebühr hilft wenig, wenn du 12 oder 24 Monate gebunden bist.

Tipp: Lass dir ein Angebot über die tatsächliche Nutzerzahl und alle benötigten Module geben, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen. Bei WOODPLAN sind die Preise öffentlich: 14,90 € (App), 39,90 € (Büro) und 89,90 € (Management) pro Nutzer und Monat, netto, monatlich kündbar. Alle Details auf der Preisseite.

Gibt es kostenlose Handwerkersoftware?

Vollwertige Handwerkersoftware ist selten dauerhaft kostenlos. Meist gibt es entweder einen zeitlich begrenzten Test oder stark eingeschränkte Gratis-Versionen. Frag nach, was im Test enthalten ist, ob du echte Aufträge durchspielen kannst und was passiert, wenn der Test endet. Mit einem kostenlosen Testzeitraum (bei WOODPLAN 30 Tage) kannst du die Software praktisch prüfen, ohne dich zu binden.

Software wechseln ohne Betriebsstillstand

Die größte Angst beim Wechsel ist der Stillstand. So gelingt der Umstieg geordnet:

  1. Stammdaten (Kunden, Artikel) exportieren und importieren
  2. Laufende Projekte parallel übernehmen, neue direkt im neuen System anlegen
  3. Ein Pilot-Team startet zuerst, dann der Rest
  4. Kurze Schulungen statt einer großen Überforderung

Mit einem klaren Plan ist ein Umstieg in rund 30 Tagen realistisch. Mehr dazu im Beitrag Handwerkersoftware wechseln.

E-Rechnung & gesetzliche Anforderungen 2026

Seit 2025 müssen alle Betriebe E-Rechnungen empfangen können. Das Ausstellen wird stufenweise Pflicht: ab 2027 für Betriebe über 800.000 € Vorjahresumsatz, ab 2028 für alle. Eine zukunftssichere Software beherrscht XRechnung und ZUGFeRD von Haus aus. Mehr dazu im Ratgeber E-Rechnung im Handwerk.

Checkliste: In 7 Schritten zur passenden Software

  1. Eigene Abläufe und Engpässe notieren
  2. Pflicht- von Wunschfunktionen trennen
  3. Betriebsgröße und Gewerk berücksichtigen
  4. E-Rechnung- und DATEV-Tauglichkeit prüfen
  5. Gesamtkosten (inkl. Einrichtung und Schulung) und Vertragslaufzeit erfragen
  6. Testzugang nutzen und Mitarbeitende einbeziehen
  7. Datenübernahme und Supportleistungen klären

Häufig gestellte Fragen

Welche Handwerkersoftware ist die beste?

Es gibt keine pauschal beste Lösung. Entscheidend sind Betriebsgröße, Gewerk und deine Abläufe. Nutze die sieben Kriterien als Raster und teste zwei bis drei Favoriten praktisch.

Was kostet Handwerkersoftware im Monat?

Üblich sind Preise pro Nutzer und Monat zuzüglich optionaler Module sowie einmaliger Kosten für Einrichtung und Schulung. Lass dir ein Angebot für deine konkrete Nutzerzahl geben.

Cloud oder lokale Software: Was ist besser?

Für ortsunabhängiges Arbeiten und geringen Wartungsaufwand ist die Cloud meist die bessere Wahl. Lokale Installationen lohnen sich vor allem bei besonderen IT-Anforderungen.

Ist die Software E-Rechnung-tauglich?

Achte darauf, dass die Software XRechnung und ZUGFeRD erzeugen und empfangen kann. Das ist ab 2027/2028 Pflicht und schon heute ein wichtiges Kriterium.

Gibt es kostenlose Handwerkersoftware?

Vollwertige Handwerkersoftware ist selten dauerhaft kostenlos. Meist gibt es einen zeitlich begrenzten Test. Prüfe, ob du echte Aufträge testen kannst und was nach dem Test passiert.

Wie lange binde ich mich an eine Handwerkersoftware?

Das unterscheidet sich stark: Einige Anbieter sind monatlich kündbar, andere verlangen laut ihren Angaben 12 oder 24 Monate. Frag vor dem Kauf nach der Mindestlaufzeit.

Fazit

Ein guter Handwerkersoftware-Vergleich richtet sich nach deinem Betrieb, nicht nach Ranglisten. Wer die sieben Kriterien durchgeht, E-Rechnung-Tauglichkeit prüft und vor dem Kauf testet, trifft eine Entscheidung, die jahrelang trägt. WOODPLAN bündelt Angebot, Auftrag, Material, Zeiterfassung und E-Rechnung in einem System. Teste es 30 Tage kostenlos. Mehr zur Software fürs Handwerk von WOODPLAN findest du auf der Produktseite.

Zum Selbstvergleich: die Funktionsübersicht und die Preise von WOODPLAN.

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