Stand: Juni 2026.
Viele Handwerksbetriebe wissen nach einem Auftrag nicht, ob er sich wirklich gelohnt hat. Die Nachkalkulation schafft Klarheit: Sie vergleicht die geplanten mit den tatsächlichen Kosten und deckt auf, wo Geld verloren geht. Dieser Ratgeber zeigt, wie es geht und was Sie daraus lernen.
Was ist eine Nachkalkulation?
Bei der Nachkalkulation stellen Sie nach Abschluss eines Auftrags die kalkulierten den tatsächlichen Stunden und Materialkosten gegenüber. So sehen Sie schwarz auf weiß, ob Ihre Kalkulation gestimmt hat – und wo Sie nachschärfen müssen.
Der Soll-Ist-Vergleich
| Position | Geplant (Soll) | Tatsächlich (Ist) |
|---|---|---|
| Arbeitsstunden | 80 h | 96 h |
| Material | 3.000 € | 3.400 € |
| Ergebnis | 16 Stunden und 400 € über Plan | |
Schon dieser einfache Vergleich zeigt: Der Auftrag war weniger rentabel als gedacht.
Welche Zahlen brauchen Sie?
- Die ursprüngliche Kalkulation aus dem Angebot
- Die real erfassten Arbeitszeiten
- Die tatsächlichen Materialkosten
- Ihren Stundenverrechnungssatz
So gehen Sie vor
- Auftrag abschließen und alle Zeiten und Belege erfassen.
- Soll- und Ist-Werte gegenüberstellen.
- Abweichungen analysieren: Wo lag es – Zeit, Material, Nachträge?
- Erkenntnisse in die nächste Kalkulation einfließen lassen.
Häufige Erkenntnisse
- Bestimmte Gewerke oder Kunden sind systematisch unrentabel.
- Fahrt- und Rüstzeiten werden unterschätzt.
- Nachträge wurden nicht berechnet.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Vor- und Nachkalkulation?
Die Vorkalkulation schätzt die Kosten vor dem Auftrag (Basis für das Angebot), die Nachkalkulation prüft nach Abschluss, ob die Schätzung gestimmt hat.
Wie oft sollte ich nachkalkulieren?
Idealerweise nach jedem größeren Auftrag. Schon Stichproben decken systematische Fehler auf.
Brauche ich dafür eine Software?
Hilfreich ist sie sehr: Wenn Zeiten und Material ohnehin auftragsbezogen erfasst werden, entsteht die Nachkalkulation fast von selbst.
Was mache ich mit unrentablen Aufträgen?
Preise anpassen, Abläufe verbessern oder im Extremfall auf bestimmte Aufträge verzichten – die Nachkalkulation liefert die Faktenbasis dafür.
Fazit
Die Nachkalkulation macht aus Bauchgefühl belastbare Zahlen. Mit WOODPLAN fließen Zeiten und Material automatisch in den Soll-Ist-Vergleich – Sie sehen nach jedem Auftrag, ob er sich gelohnt hat.